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Myanmar: „Rohingya dürfen zurückkommen“

Ab diesem Dienstag sollen Rohingya, die vor Gewalt nach Bangladesch geflohen sind, in den Süden von Myanmar zurückkehren können. Das erklärte Sozialminister Win Myat Aye an diesem Sonntag vor der Presse.

Den Maßnahmen zu einer Repatriierung der Flüchtlinge hatte die Führung Myanmars schon vor Monaten prinzipiell zugestimmt; doch seitdem hatte sich nichts getan.

Jetzt gibt die Regierung an, dass zunächst etwa 2.250 Rohingya zurückgebracht werden sollen, und zwar täglich ungefähr 150 Personen.

Eine der größten Flüchtlingskatastrophen unserer Zeit

Mehr als 700.000 muslimische Rohingya waren im Herbst 2017 aus einem südlichen Bundesstaat Myanmars ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Sie berichteten von einer Kampagne des Militärs Myanmars und von Menschenrechtsverletzungen.

Papst Franziskus hat sich vor einem Jahr bei einem Besuch in Myanmar und Bangladesch für die Rohingya eingesetzt.

Menschenrechtsverbände halten die Lage in Myanmar noch nicht für sicher genug zu einer Rückkehr der Rohingya. Das mehrheitlich buddhistische Myanmar verweigert den muslimischen Rohingya in der Regel die Staatsbürgerschaft.