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Russland und Vietnam wollen Handelsumsatz bis 2020 verdreifachen

Moskau will die Wirtschaftsbeziehungen zu Hanoi stärken, so der russische Premierminister Dmitri Medwedew. Er erklärte außerdem, dass die beiden Länder sich darauf geeinigt hätten, den Handelsumsatz bis Ende nächsten Jahres nahezu zu verdreifachen.

Medwedew ist derzeit zu einem offiziellen Besuch in Vietnam, wo er sich bereits mit dem vietnamesischen Premierminister Nguyen Xuan Phuc traf. Nach einem Treffen mit Medwedew sagte Phuc am Montag:

„Wir haben uns darauf geeinigt, enger zusammenzuarbeiten und das Freihandelsabkommen effektiv umzusetzen, das Vietnam mit der (von Russland geführten) Eurasischen Wirtschaftsunion unterzeichnet hat.“

Er erklärte, dass die beiden Länder bestrebt seien, den bilateralen Handel mit Agrarerzeugnissen und Meeresfrüchten zu erleichtern, ferner sollen Maßnahmen zur Unterstützung gemeinsamer Energieinvestitionsprojekte ergriffen werden. Im Zeitraum Januar bis August 2018 betrug das Handelsvolumen zwischen Russland und Vietnam bis dahin ungefähr 3,37 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr lag der Handelsumsatz bei 5,23 Milliarden US-Dollar, was einen Anstieg von 36,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausmachte. Zu den russischen Exporten nach Vietnam gehören vor allem Maschinen und Anlagen, Getreide, Lebensmittel, mineralische Rohstoffe und Metalle. Auf der anderen Seite importiert Russland Elektrotechnik und Komponenten, Mobiltelefone, Textilien, Lebensmittel und Agrarrohstoffe aus Vietnam.

Vietnam nahm in der vergangenen Vermarktungssaison nach Ägypten, der Türkei und Bangladesch den vierten Platz unter den Abnehmern von russischem Weizen ein. Seit Beginn der laufenden Vermarktungssaison 2018/19, die am 1. Juli begann, importierte das südostasiatische Land bereits 1,2 Millionen Tonnen russischen Weizen.

Laut Medwedew werden die Seiten ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Öl- und Gasindustrie sowie Transport ausbauen. Russland investiert derzeit in über hundert Projekte in Vietnam (einschließlich der Öl- und Gasexploration) im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar,.

Vor drei Jahren trat Vietnam der Freihandelszone der von Russland geführten Eurasischen Wirtschaftsunion bei und war damit das erste nicht-regionale Land, das die Vorteile der Handelszone genießen durfte. Das Freihandelsabkommen erlaubt es zum Beispiel russischen Automobilherstellern, Fahrzeuge in Vietnam zu produzieren.