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Südkorea schließt größte Hunde-Schlachterei des Landes

Hunderttausende Tiere wurden pro Jahr in Südkoreas größtem Hunde-Schlachthaus getötet. Nun zeigt der Druck von Tierschützern Wirkung.

Berlin. Hundefleisch gilt in Südkorea als Delikatesse. Etwa eine Million Tiere werden dort pro Jahr verzehrt, das rote Fleisch gilt als guter Energielieferant. Doch die Tradition gerät zusehends ins Wanken – dank des Einsatzes von Tierschutzaktivisten.

Nun hat die Gegenwehr sogar zur Schließung von Südkoreas größtem Hunde-Schlachthaus geführt. Wie die Tierschutzorganisation Humane Society International (HIS) berichtet, haben die Behörden von Seongnam City nahe der Hauptstadt Seoul die Schlachterei Taepyeong dicht gemacht.

Aktivisten hoffen auf Initialzündung

Demnach wurden dort jährlich mehrere Hunderttausend Hunde per Stromschlag getötet, um sie zu Fleisch weiterzuverarbeiten. Die Schließung feiern die Aktivisten als „historisches Ereignis“.

„Als Südkoreas größtes, brutalstes, illegales Hunde-Schlachthaus ist Taepyeong bekannt dafür, den nahen Markt mit große Mengen an Hundekadavern zu beliefern“, zitiert der US-Sender CNN Hyunji Kim von der koreanischen Tierschutzorganisation „Animal Rights Advocates“. „Hoffentlich führt die Schließung dazu, dass weitere illegale Schlachtereien des Landes geschlossen werden.“

Mehrheit der Südkoreaner gegen Hundefleischverzehr

Fünf der sechs Schlachthäuser, aus denen Taepyeong bestehe, würden in Kürze planiert. Für das sechste stehe eine solche Erlaubnis noch aus, so HIS. Jedoch würden alle Käfige und Werkzeuge zerstört, so dass die Schlachterei schon bald nicht mehr funktionstüchtig sei.

Südkorea ist das einzige asiatische Land, in dem Hunde noch zum Verzehr gezüchtet werden. Vor allem unter jüngeren Südkoreanern ist der Fleischkonsum jedoch zuletzt zurückgegangen. Nach einer Umfrage des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Gallup von Juni dieses Jahres gaben 70 Prozent der Südkoreaner an, in Zukunft kein Hundefleisch mehr essen zu wollen.