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Kambodscha beschlagnahmt historischen Elfenbeinfund

Seized ivory tusks are displayed at the Customs and Excise Department in Hong Kong October 3, 2013. Hong Kong Customs has conducted a series of anti-smuggling operations since late September, seizing a total of 189 ivory tusks weighing about 769 kg (1,700 pounds) with a total value of about $11.53 million, found in three containers. The three 20-foot containers, arrived from Cote d'Ivoire, Africa, marked as containing soya, customs officers said. REUTERS/Tyrone Siu (CHINA - Tags: CRIME LAW ANIMALS) - RTR3FJQT

Es ist der größte Fund in der Geschichte des Landes: In Kambodscha haben Ermittler mehr als tausend Elefantenstoßzähne konfisziert. Die tonnenschwere Ladung war in einem verlassenen Container entdeckt worden.

In Kambodscha haben Behörden den bisher größten Fund illegalen Elfenbeins in der Geschichte des Landes vermeldet. 1026 Elefantenstoßzähne mit einem Gewicht von mehr als 3,2 Tonnen seien im Hafen der Hauptstadt Phnom Penh beschlagnahmt worden, sagte der Leiter der Zollbehörde, Sun Chhay.

Demnach wurden die Stoßzähne am Donnerstag in einem verlassenen Container gefunden. Die Behörden hätten auf einen Tipp der US-Botschaft hin gehandelt, sagte Chhay. Das Elfenbein soll aus Mosambik stammen und bereits im vergangenen Jahr im Hafen von Phnom Penh angekommen sein.

Der bislang unbekannte Eigentümer des Containers hatte die Ladung nicht abgeholt. Chhay sagte, er wisse nicht, ob die Ladung für den Verkauf in anderen Ländern bestimmt gewesen sei.

Hohe Nachfrage aus China und Vietnam hat das Wachstum des illegalen Handels mit Tierprodukten in Kambodscha in den vergangenen Jahren befeuert. Laxe Strafverfolgung und Korruption machen das Land für Schmuggler attraktiv – nicht zuletzt, weil das Nachbarland Thailand hart gegen den verbotenen Handel vorgeht.

Jedes Jahr werden etwa 44.000 Elefanten getötet, der Handel mit Stoßzähnen ist ein Multimilliardengeschäft. Im September hatten Forscher die größten Elfenbein-Dealer identifiziert. Die drei Kartelle verantworten demzufolge einen Großteil des weltweiten illegalen Elfenbeinhandels. Seit 1989 gibt es ein internationales Verbot für den kommerziellen Handel von Elfenbein. Trotzdem sinkt die Zahl der Elefanten Jahr für Jahr.

Zwischen 2006 und 2015 ist die Zahl der Elefanten in Afrika nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) um 111.000 gesunken – dafür sei primär die Wilderei verantwortlich. Schätzungen zufolge gibt es in Afrika noch gut 415.000 Elefanten, die meisten davon im südlichen Afrika. In Asien leben rund 50.000 Elefanten.