Klimawandel in Asien: Schmelzende Gletscher als Dürreschutz?

Die schneebedeckte Westseite des Nanga Parbat im Himalaya

 
 
 

Auch in Asien sorgt der Klimawandel für schmelzende Gletscher – dies könnte einer Untersuchung zufolge zumindest kurzfristig jedoch auch positive Nebeneffekte haben.

Das schreibt ein Forscher im Fachjournal Nature. Denn durch die Gletscherschmelze etwa am am Himalaya und am Hindukusch gelangten jeden Sommer 36 Kubikkilometer Schmelzwasser in die Flüsse. Das ist so viel wie 14 Millionen Schwimmbecken olympischer Größe. Und dieses Schmelzwasser sorge dafür, dass die über 220 Millionen Menschen in der Region auch während langer Dürreperioden mit Wasser versorgt sind. Die These des Forschers: Wären die Gletscher und ihr Schmelzwasser nicht, dürfte Wasser in den nächsten Jahrzehnten so knapp werden, dass es extrem teuer wird. Dies widerum könnte die ganze Region destabilisieren, so die Annahme.

Auf Dauer könnte Wasser in Asien durch den fortschreitenden Klimawandel aber trotzdem knapp werden: Durch Schneefall auf den Gletschern bilden diese sich nämlich nicht so schnell neu wie sie abschmelzen.