Myanmar: Aung San Suu Kyi kündigt erneute Kandidatur an

Aung San Suu Kyi

 
 
 

In Myanmar hat Regierungschefin Aung San Suu Kyi ihre Kandidatur für die Parlamentswahl im kommenden Jahr angekündigt.

Dies teilte ihre Partei, die regierende „Nationale Liga für Demokratie“, in der Hauptstadt Rangun mit. Auch ihr Parteikollege, Staatspräsident U Win Myint, tritt demnach erneut an.

Unklar ist, was die Kandidaturen für die Ämter der beiden bedeuten. Die Verfassung des Landes verbietet den Führern des Staates parteipolitische Aktivitäten und somit auch einen aktiven Wahlkampf.

Die Friedensnobelpreisträgerin San Suu Kyi und ihre Partei hatten nach Jahrzehnten der Militärdiktatur im November 2015 die erste freie Wahl in Myanmar deutlich gewonnen. Seitdem ist sie als Staatsberaterin faktische Regierungschefin und auch Außenministerin von Myanmar. International steht sie bereits seit längerem wegen der Vertreibung und Verfolgung der ethnischen Minderheit der Rohingya in ihrem Land in der Kritik.