Südkorea gibt Entwicklungsland-Status in WTO-Gesprächen auf

Fabrikarbeiterinnen in Südkorea

 
 
 

Südkorea will seinen Status als Entwicklungsland bei der Welthandelsorganisation (WTO) aufgeben. Seoul wolle in künftigen Verhandlungen nicht länger Begünstigungen als Entwicklungsland in Anspruch nehmen.

Dies teilte das Finanzministerium am Freitag mit. Südkorea werde nun verstärkt Anstrengungen unternehmen, um die Landwirtschaft zu schützen. Südkorea ist die viertgrösste Volkswirtschaft Asiens.

Das Land hatte sich bei seinem Beitritt zur WTO 1995 als Entwicklungsland eingestuft. Die meisten der 164 WTO-Mitglieder nehmen für sich in Anspruch, Entwicklungsländer zu sein. Dazu gehören neben China und Indien manche der reichsten Länder der Welt, so wie Südkorea, Saudi Arabien, Brunei, Katar oder Oman.

Die USA wollen, dass künftig Länder keine WTO-Privilegien erhalten dürfen, die von der Weltbank aber als Staaten mit hohem Einkommen eingestuft werden.