Esprit schließt 56 Läden in Asien

Die gesamte Branche ist von einer globalen Krise betroffen.

 
 
 

Esprit hat sich entschieden, seine Retail Stores in Asien außerhalb des chinesischen Festlands zu schließen. Die Entscheidung sei Teil der Initiativen für die Restrukturierung des Unternehmens, um Ressourcen zu bündeln und den Betrieb neu auszurichten, um so Herausforderungen der COVID-19-Pandemie optimal zu bewältigen, teilt die Marke mit.

Ende März hat Esprit verkündet aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie, für mehrere der europäischen Tochtergesellschaften ein Schutzschirmverfahren zu beantragen. Der Rückzug aus Asien ist nun ein weiterer Schritt des Unternehmens.

„Die gesamte Branche ist von einer globalen Krise betroffen. Zuerst spürten wir die Auswirkungen in Asien und jetzt in Europa, wo viele unserer Geschäfte geschlossen wurden. Dies zwingt uns dazu, den Beitrag aller Märkte zur Leistung der Gruppe zu betrachten“, sagt Anders Kristiansen, CEO der Esprit-Gruppe.

Esprit betreibt insgesamt 56 Stores in Singapur, Malaysia, Taiwan, Hongkong und Macao. Auf die Region entfalle weniger als 4 Prozent des weltweiten Umsatzes der Gruppe, so das Unternehmen.

Das Unternehmen werde sein Joint-Venture-Geschäft auf dem chinesischen Festland sowie sein Wholesale- und Lizenzgeschäft in Asien fortsetzen. Die Schließungen der Stores finden in den kommenden Monaten statt und werden voraussichtlich bis zum 30. Juni abgeschlossen sein, verkündet Esprit.

Die Ergebnisse für das dritte Quartal, das Ende März abgeschlossen wurde, zeigen einen Rückgang der weltweiten Umsätze um 22,2% auf 2,228 Milliarden Hongkong-Dollar (265,1 Millionen Euro). In der asiatisch-pazifischen Region, die früher als Europa von Covid-19 betroffen war, brachen die Verkäufe von Januar bis März 2020 um 52,2% ein. Über neun Monate verzeichnete Esprit insgesamt einen Rückgang der Aktivitäten um 15,2%. Prognosen für das vierte Quartal, das in Europa sehr schwierig werden dürfte, gab das Unternehmen nicht ab.